Projektleiter in Burkina Faso

Hier möchte ich Sie gern einmal mit unserer Projekteleiterin Rakieta Poyga, sowie den Projektleitern Sidiki Belem, Mamoudou Savadogo und Boureima Savadogo etwas näher bekanntmachen. Mit ihnen allen arbeiten wir seit Beginn unserer Wunschträume-Arbeit in Burkina Faso erfolgreich zusammen. Ihre Namen haben Sie zig Mal in unseren Berichten gelesen, es ist an der Zeit, dass Sie etwas mehr über sie und ihre Beweggründe, warum sie sich engagieren, erfahren.

Nochmal zur Erinnerung: Mit Rakieta Poyga und ihrer Organisation Bangr Nooma arbeiten wir zusammen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung, und unterstützen die Zemstaaba-Gartenfrauen, sowie die ausgestoßenen Frauen im Centre Delwendé. Gerade befindet sich der ‘Garten der Hoffnung‘ in Planung.

Sidiki Belem ist Gründer des Schulkomplexes Wend Raabo und mit seinem Verein Aide à l’Enfance en Détresse au Burkina Faso auch direkter Ansprechpartner für die Projekte in den Dörfern Youba und Sananga.

Mamoudou Savadogo ist Gründer des Vereins ADSEP und zuständig für die Projekte im Dorf Pétessiro sowie für das Schüler-Wohnheim in Thiou. Er wird unterstützt von Boureima Savadogo.

Doch lesen Sie selbst, was unsere Partner Ihnen mitteilen möchten.

  Rakieta Poyga

Ich bin geboren 1960 in Ouahigouya, verheiratet, zwei Kinder.

Nach dem Abitur studierte ich Wirtschaft in der ehemaligen DDR und schloss als Diplom-Ökonomin ab.

Ich ging zurück nach Burkina Faso, wo ich seit Februar 1994 als Verwaltungsleiterin/Administration in Projekten bei der GIZ arbeite.

Mein Engagement gilt den Rechten der Frauen, insbesondere gegen die weibliche Genitalverstümmelung. 1998 gründete ich mit fünf weiteren Frauen die ‘Association Bangr Nooma‘ (ABN), was ins Deutsche übersetzt heißt: ‘Es gibt nichts Besseres als Wissen‘.

Mein Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Burkina Faso frei von weiblicher Genitalverstümmelung wird.

Die gute Zusammenarbeit mit Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V. besteht seit 2008.

Rakieta Poyga ist überzeugt, dass es richtig ist, was sie tut. Und ihr Erfolg hat ihr Recht gegeben. Sie sagt: “Erfolgreiche Entwicklung erfordert die Teilnahme von Frauen. Deshalb arbeiten wir hart und setzen uns für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen ein.“

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  Sidiki Belem

Mein Name ist Sidiki Belem, ich bin 63 Jahre alt und Lehrer für Geschichte und Geographie im Ruhestand.

Ich bin Begründer des am 16. August 2000 ins Leben gerufenen Vereins “Aide à l’Enfance en Détresse au Burkina Faso” (Hilfe für Kinder in Not in Burkina Faso) und Gründer des Schulkomplexes “Wend Raabo” mit einem Ausbildungszentrum für Mädchen und Frauen in schwierigen Lebenslagen sowie einer Krankenstation.

Außerdem bin ich verantwortlich für die von “Wunschträume” finanzierten Projekte in den Dörfern Youba und Sananga im Norden Burkina Fasos.

Bevor ich 2004 in die Politik eingestiegen bin, zunächst als Stadtrat in Ouahigouya, dann bis 2014 als Abgeordneter im Parlament, habe ich diverse soziale Projekte geleitet.

In den Jahren 2016/2017 war ich Abgeordneter im Ministerium für Hochschulwesen und Wissenschaft, Ende 2017 legte ich das öffentliche Amt nieder.

2020 wurde ich als Abgeordneter ins Parlament wiedergewählt.

Reisen haben mich nach Deutschland, Schweden, Frankreich, Italien, Marokko, Libyen sowie Elfenbeinküste, Mali, Niger, Togo, Ghana und Benin geführt.

Ich bin ehrenamtlicher Mitarbeiter und bekomme von “Wunschträume” weder ein Gehalt noch Vergütungen.

Die Mittel sind ausschließlich für die jeweiligen Projekte bestimmt, die von “Wunschträume” nachverfolgt und jährlich begutachtet werden.

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  Mamoudou Savadogo

Mein Name ist Mamoudou Savadogo; ich wurde 1958 in Pétessiro, einem Dorf im Norden von Burkina Faso, in eine Bauernfamilie geboren.
Nach meiner akademischen Ausbildung an der Universität der Hauptstadt Ouagadougou begann ich als Lehrer für Mathematik und Physik/Chemie zu arbeiten und war während dieser Zeit bis zu meiner Pensionierung im Jahr 2019 als Direktor der Schule tätig.

Neben meiner Lehrtätigkeit habe ich 2006 den Verein für sozioökonomische Entwicklung von Pétessiro (ADSEP) gegründet, deren Präsident ich bis heute bin.
Dieser Verein, dessen Hauptpartner “Wunschträume” ist, unterstützt die Bevölkerung von Pétessiro in ihrer Entwicklung und hilft sozial benachteiligten Menschen.
So wurde in Pétessiro ein Gesundheitskomplex (CSPS) mit Krankenstation, Geburtshaus, Apotheke, Brunnen und Wohnhäuser für die dort Angestellten gebaut und ausgestattet.

Die Dorfschule konnte erweitert und ein Schulgarten mit Brunnen angelegt werden.
Ebenso wurde ein Arbeits- und Begegnungszentrum für die Frauen Pétessiros errichtet und ausgestattet.

Des Weiteren wurde ein Projekt initiiert, welches Jugendlichen aus dem Dorf ermöglicht in Thiou, der nächstgrößeren Stadt die höhere Schule zu besuchen. Zu diesem Zweck wurde dort ein Wohnheim für die Schülerinnen und Schüler errichtet.
Meine Arbeit für den Verein ist rein ehrenamtlich. Die Leidenschaft etwas für die bedürftige Bevölkerung tun zu können begründet diese Freiwilligenarbeit.
Meine Vereinigung (ADSEP) arbeitet eng mit anderen Organisationen wie AMPO, ABN von Rakieta Poyga, sowie dem Schulkomplex Wend Raabo von Sidiki Belem zusammen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns viele Probleme zu überwinden.
Trotz der zunehmenden Schwierigkeiten durch den Terrorismus, der über die Grenzen ins Land dringt, werde ich weiterhin unermüdlich für die Entwicklung von Pétessiro arbeiten.
Ich danke “Wunschträume”, allen Partnern und den zahlreichen Spendern.

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  Boureima Savadogo

Ich heiße Boureima Savadogo, bin 55 Jahre alt, gebürtig aus Pétessiro.
Als ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler bin ich Betreiber einer kleinen Baufirma.
Seit 2015 bin ich für die Initiierung verschiedener Projekte zum Nutzen der Bevölkerung Petessiros verantwortlich. Dazu gehören sowohl die Planung zur Realisierung von Projekten wie Imkerei, der Herstellung von Sheabutter, der Weberei und dem Gartenbau als auch die spätere Begleitung dieser Projekte.

Im Jahr 2017 wurde das Thiou-Zentrum eingerichtet, in dem jene Schüler aus Pétessiro leben und lernen, welche zum Besuch der weiterführenden Schule zugelassen sind. 2020 erreichten wir die Zahl von 40 Schülern.
Zusammen mit unseren deutschen Partnern von “Wunschträume” – welche sich unermüdlich für Pétessiro einsetzen – stehen für die Zukunft weitere Aktivitäten in Aussicht.
Ich stehe gerne mit meinem bescheidenen Beitrag für unsere gemeinsamen Aktionen zur Verfügung.