Rundbrief Februar 2026

Liebe Netzwerk-Unterstützerinnen und -Unterstützer,

das Jahr hat mit frischem Wind und mit einem Schulvortrag gut begonnen. Am 6. Januar, der von der Katholischen Kirche als sogenannter ‘Afrika-Tag‘ begangen wird, war ich in der 6. Klasse des Cuxhavener Abendroth-Gymnasiums eingeladen, um über Schul-Leben in einem der ärmsten Länder unserer Welt, eben in Burkina Faso, zu berichten. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu und stellten interessiert Fragen. Dass dort zum Teil mehr als hundert Kinder in einem Klassenzimmer sitzen und es dabei mucksmäuschenstill ist, eine Schulmahlzeit gerade mal 45 Cent kostet, und dass Hausaufgaben aufgrund von Büchermangel in kleinen Gruppen in der Schulbibliothek gemacht werden müssen, ließ sie staunen.

Um die Musikschule der deutschen Maria Behrens in Ouagadougou zu unterstützen, hat die Klasse 6a dann an zwei Tagen selbstgebackene Kuchen in den großen Pausen verkauft. Eine tolle Aktion, bei der sagenhafte 300 Euro zusammengekommen sind. Ein herzliches ‘Barka‘ – ‘Merci‘ – ‘Danke‘.

Den Frauen von Pétessiro konnten gleich zu Beginn des neuen Jahres ein paar Wunschträume erfüllt werden. So wurden in Ouahigouya an fünf im Schneiderhandwerk neu ausgebildete Frauen jeweils eine Nähmaschine von Mamoudou und Boureima übergeben.

Außerdem wurden zwei Dörrgeräte bestellt. Die haben jedoch eine Lieferzeit von ca. drei Wochen und können erst Mitte/Ende Februar übergeben werden.

Den Schneiderinnen wünschen wir schon mal einen guten Start in ihre Selbstständigkeit.

Überweisungen brauchen in letzter Zeit immer recht lange. Da ist es jedes Mal eine große Erleichterung, wenn nach sieben bis manchmal zehn Tagen die Nachricht kommt, das Geld sei angekommen. So kam am 23. Januar die Bestätigung über den Eingang von immerhin 4.500 Euro für den Kauf von Garnen sowie Material für den weiteren Bau von drei Webstühlen. Sie sollen in der ersten Februar-Woche in Salifs Tischlerei gebaut werden. Webblätter, Litzen und Schiffchen, die zur Zeit noch aus Europa kommen, wird Ende März eine gute Freundin mitnehmen, die nach Ouagadougou fliegt.

Mit der Weberei Hamburg konnte vereinbart werden, dass in der Zeit vom 22. Juni bis 8. Juli ein Follow-Up-Webkurs für bis zu 14 Weberinnen in Ouagadougou stattfinden wird, den auch diesmal wieder zur großen Freude aller John Baller durchführen wird.

Auf dem Wend Raabo Schulgelände wurde mit dem Bau der Mauer zur Baustelle der Nationalstraße hin begonnen. Das Geld wird nicht reichen, und die Regierung wird den zweiten Teil der Entschädigung erst zum 31. Dezember dieses Jahres zahlen. Nun soll behelfsmäßig ein Zaun dienen. Eine Abgrenzung zur Baustelle der Straße ist dringend vonnöten. Zum einen zur Sicherheit der Kinder, aber auch zum Schutz vor immer wieder rumstreunenden Tieren und auch Dieben. Ein Kostenvoranschlag wurde angefordert.

Der Wasserturm wurde auf dem Schulgelände versetzt. Wasser ist ausreichend vorhanden wie Projektleiter Sidiki Belem schrieb, es können sogar Nachbarn mitversorgt werden, bei denen Wasserleitungen durch den Bau unterbrochen wurden.

Apropos Wasser. Auf dem Gelände vom ‘Garten der Hoffnung‘ wurde nach langer Wartezeit die Bohrung für den notwendigen zweiten Brunnen durchgeführt. Das Wasser fließt und der zweite Brunnen wird nun sehr schnell gebaut. Auf unserer Website finden Sie zwei kleine Videos zur Bohrung. Es wurde jeweils 80 m tief gebohrt, die Videos können Sie hier und hier abrufen.

Am 6. Februar wird wieder der internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung begangen. Da sind auch in diesem Jahr wieder Kundgebungen und Veranstaltungen unserer Partner-Organisation ABN (Association Bangr Nooma) in Ouagadougou geplant. Mit Bangr Nooma, ins Deutsche übertragen: ‘Es gibt nichts Besseres als Wissen‘, haben Rakieta Poyga und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den bald 30 Jahres ihres Vereins bereits große Erfolge erzielen können. Inzwischen finden in vielen Dörfern und Städten keine Beschneidungen mehr statt. Auch die Zwangsehe und Verheiratung sehr junger Mädchen wird nicht mehr praktiziert. Dennoch ist Sensibilisierung und Aufklärung weiterhin dringend vonnöten.

Und das nicht nur in Burkina Faso und den weiteren Ländern Afrikas, in denen Frauen nach wie vor beschnitten werden, sondern auch in unseren Breitengraden, in denen die Töchter von Migrantinnen betroffen sein könn(t)en.

Im September dieses Jahres werden wir nun schon auf 23 Jahre ‘Wunschträume-Geschichte‘ zurückblicken können. Das habe ich zum Anlass genommen, unsere Projektleiter vor Ort um ein kleines Resümee zu bitten. Ich wollte einfach wissen, ob und inwieweit unsere Arbeit nachhaltig ist, was sie den Menschen bringt oder bislang gebracht hat, und was sie sich vielleicht auch von uns wünschen würden.

Fazit: Alle Errungenschaften in den Bereichen Bildung, Soziales und Humanitäres sowie Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung ermöglichten der Bevölkerung einen wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung und diese Auswirkungen lassen sich benennen. Sie bedeuten vor allem eine Anpassung des Lebensstandards der Bevölkerung, Verbesserung der sanitären Bedingungen, soziale Integration und finanzielle Unabhängigkeit von Frauen. Die Bereitstellung von schulischer Infrastruktur und Ausstattung hat zu einer Erhöhung der Einschulungsquote geführt und vielen Menschen den Einstieg ins Berufsleben ermöglicht.

Alle durchgeführten Maßnahmen haben sich in allen sozialen Schichten unauslöschlich eingeprägt, was sich in der Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung angesichts der Sicherheitskrise zeigt.

Dass die Bevölkerung trotz der prekären Sicherheitslage mutig und widerstandsfähig bleibt, ist den verschiedenen Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie der vielseitigen Unterstützung zu verdanken. Dafür von Herzen ‘BARKA‘ – ‘DANKE‘.

Angesichts der verschiedenen Krisen, die die Bevölkerung leider noch immer erschüttert, wünschen sich die Menschen verständlicherweise weiterhin Unterstützung.

„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, hat einmal Hermann Hesse gesagt.

Ich danke Ihnen von Herzen, wenn Sie uns in unserer Arbeit für Burkina Faso auch weiterhin die Treue halten.

Mit allen guten Wünschen sowie einem ‘Helau‘ und ‘Alaaf‘ für den Februar bin ich

Ihre Kathrin Seyfahrt

Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V.

Website: www.netzwerk-wunschtraeume.de – E-Mail: netzwerk-wunschtraeume@web.de

(Steuer-Nr.: 143 / 224 / 60660)

Spendenkonto: ‚ Netzwerk Wunschträume

IBAN: DE24 7002 0270 0036 2636 44 – BIC: HYVEDEMMXXX HypoVereinsbank
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