Rundbrief April 2026

Rundbrief im April 2026

Liebe Netzwerk-Unterstützerinnen und -Unterstützer,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen allen FROHE OSTERN mit vielen schönen Momenten, wo immer Sie auch die Feiertage verbringen mögen.

Was Sie oben auf dem Foto sehen sind keine Ostereier, es ist ökologische Kohle. Wie man diese aus trockenen Grünabfällen herstellt, darin wurden am diesjährigen Weltfrauentag 20 Frauen bei Rakieta Poygas Verein Association Bangr Nooma (ABN) ausgebildet.

Die Herstellung von umweltfreundlicher ökologischer Kohle ist eine hervorragende Initiative zur Reduzierung der Entwaldung und zur Verwertung von Pflanzenresten (Maisstroh, Erdnussschalen, Stroh, Reishülsen Kokosnuss Schalen, usw.). Die Verwendung von umweltfreundlicher Kohle trägt zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung bei und ermöglicht es der Natur, ihr Ökosystem zurückzuerobern.

Hier die wichtigsten Schritte zur Umwandlung dieser Reststoffe in eine saubere Energiequelle:

1. Sammlung und Aufbereitung der Materialien

• Trocknen: Die Reststoffe müssen einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 15 % aufweisen. Sind sie feucht, verbrennen sie schlecht und erzeugen viel Rauch.

• Zerkleinern: Um die Verkohlung zu erleichtern, müssen große Reststoffe (wie z. B. Maisstroh) zerkleinert oder gemahlen werden.

2. Verkohlung (Pyrolyse)

Dies ist der technisch anspruchsvollste Schritt. Dabei wird der Rückstand unter Sauerstoffmangel verbrannt, um Biomassekohle zu gewinnen.

• Ausrüstung: Üblicherweise wird ein selbstgebauter Pyrolyseofen verwendet (oft ein umgebautes 200-Liter-Metallfass).

• Verfahren: Das Fass wird befüllt, angezündet und nach Beginn der Verbrennung luftdicht verschlossen. Die Hitze zersetzt die organischen Bestandteile zu reinem Kohlenstoff.

 

3. Mahlen und Mischen

Die entstandene Kohle ist nach dem Abkühlen spröde.

• Pulverisierung: Die Kohle wird zu einem feinen schwarzen Pulver zerkleinert.

• Bindemittelherstellung: Ein natürliches Bindemittel wird benötigt, damit das Kohlepulver zusammenklumpt. Häufig wird Stärke (Maniok- oder Maismehl) mit heißem Wasser vermischt, um eine zähflüssige Paste herzustellen.

• Mischen: Etwa 10 % Bindemittel werden mit 90 % Kohlenpulver vermischt, bis eine homogene Paste entsteht.

 

4. Brikettherstellung (Formen)

Die Mischung muss nun in eine feste Form gebracht werden.

• Manuelle oder motorisierte Presse: Die Paste wird in Formen gepresst. Die Kompression ist wichtig: Je dichter das Brikett, desto länger brennt es.

• Gängige Formen: Zylindrisch oder rechteckig, oft mit einem Loch in der Mitte, um die Luftzirkulation während der Verbrennung zu verbessern.

 

5. Endtrocknung

Frische Briketts sind feucht und brüchig.

• Sie müssen je nach Wetterlage 2 bis 5 Tage an der Sonne trocknen.

• Nach vollständiger Trocknung sind sie hart.

Rakieta Poyga erklärt: „Wir wollen so viele Frauen wie möglich ausbilden. Ziel ist es, bis zum Ende dieses Jahres 365 Frauen auszubilden, also so viele wie das Jahr Tage hat. Eine Herausforderung, die wir von ABN erreichen wollen.“

Und wenn es erforderlich sein sollte (eventuelle Schulungskosten), werden wir dieses Projekt unterstützen.

Das Motto des diesjährigen Weltwassertages lautete „Wo Wasser fließt, wächst Gleichberechtigung“, und so stand auch der Bau eines weiteren Brunnens, und damit das Wasser, im Mittelpunkt der diesjährigen Benefizveranstaltung des Shanty-Chors Cuxhaven.

Beim ‘Abend am Hafen mit Ringelnatz‘ am 27. März lasen Münchens Alt-OB Christian Ude und Bürgermeister Marc Gerdes, stellvertretend für Cuxhavens OB Uwe Santjer, der kurzfristig zu einer Krisensitzung nach Berlin beordert wurde, Texte von Joachim Ringelnatz und der Shanty-Chor trug mit Ringelnatz-Vertonungen und Shantys musikalisch in der voll besetzten Shanty-Messe bei.

Projektleiterin Rakieta Poyga hatte mit ihren Zeilen eigentlich im Vorfeld schon den Erfolg des Abends vorausgesagt. Sie schrieb: Das klingt nach einer beeindruckenden Veranstaltung: ‘Christian Ude und der Cuxhavener Oberbürgermeister zusammen mit Udo und dem Shanty-Chor, das ist ja eine unschlagbare Mischung aus bayerischem Charme und norddeutscher Tatkraft!“

Es war in der Tat ein rundum gelungener Abend und am Ende waren stolze 1.215 Euro zusammengekommen. Mit einigen vorab explizit für den Brunnen eingegangenen Spenden haben wir nun einen guten Grundstock für den Bau des Brunnens Nr. 12.

Eine sehr schöne Nachbesprechung war drei Tage später in der Cuxhavener Tageszeitung zu lesen. Sie können Sie hier nachlesen.

Im Publikum u.a. dabei: Peter von Rüden, ein alter Jugendfreund Christian Udes

und Erika Fischer, Schirmherrin des Abends und Vorsitzende der Ringelnatz-Stiftung

Für das krisenbedingte ‘Nicht-Dabeisein-Können‘ entschuldigte sich Uwe Santjer am nächsten Tag mit einer einzigartigen Stadt- und Hafenrundfahrt für Christian Ude, bei der möglicherweise auch die ein oder andere parteipolitische Idee zur Sprache kam.

Im ‘Garten der Hoffnung‘ ist nach langer Planung nun auch der 2. Brunnen in Betrieb gegangen und die solarbetriebene Pumpe arbeitet. Mit dem Ende des Ramadans haben alle dort beschäftigten Frauen die Arbeit wieder voll aufgenommen. Es gibt 22 festangestellte Pächterinnen mit eigenen Parzellen und 20 Saisonkräfte, die jeweils zum Gießen, Jäten und zur Ernte kommen. Zum nächtlichen Schutz gegen Diebstahl sollen am Gelände ein paar Straßenlaternen angebracht werden. Außerdem wurde für Gerätschaften, Saatgut und Dünger (Kuhmist) um Unterstützung gebeten. Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte wird den Garten der Hoffnung in 2026 mit 4.000 Euro unterstützen.

Der Zemstaaba-Garten wird jetzt von 19 festangestellten Pächterinnen mit eigenen Parzellen und 16 Gelegenheitsarbeiterinnen bewirtschaftet. Auf dem Gelände soll im April ein Schuppen für Gerätschaften gebaut werden, den wir mit 1.000 Euro unterstützen werden.

Kommen wir zurück nach Deutschland. Andreas Möller, der Entwickler des Flying8-Webstuhls wird Ende Juni für 17 Tage nach Burkina fliegen und eine Fort- und Weiterbildung für die Frauen machen. Auch ich plane für Juni eine Projektreise.

Im September dieses Jahres wird es auch in Cuxhaven wieder Interkulturelle Wochen des Bundesprogramms ‘Demokratie leben‘ geben. In diesem Rahmen ist vom 1.-21. September in der Stadtbibliothek eine Ausstellung ‘Menschen in Burkina Faso‘ geplant mit Fotografien von Walter Korn, Hanne Sommer und Marion Schossig. Eine Vernissage wird es am 3. September geben.

Außerdem wird es im Rahmen dieser Ausstellung am 10. September, ebenfalls in der Stadtbibliothek, eine musikalische Veranstaltung in Zusammenarbeit mit den Sunset Chords Junior vom Abendroth-Gymnasium und ihrer Chorleiterin geben, in der die Musikschule A.M.E.M. in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou vorgestellt wird.

Ich hoffe, Sie bleiben weiterhin an unserer Seite. Im Namen der Kinder, Frauen und Männer in unseren Projekten bedanke ich mich für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen einen erfüllten Monat April. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Herzlich

Ihre Kathrin Seyfahrt

„Nichts auf der Welt hat einen größeren Wert als die Hilf, die wir einander geben können.“ (Anne Frank)

Wunschträume/Netzwerk für Mädchen- & Frauenprojekte e.V.

Website: www.netzwerk-wunschtraeume.de – E-Mail: netzwerk-wunschtraeume@web.de

(Steuer-Nr.: 143 / 224 / 60660)

Spendenkonto: ‚ Netzwerk Wunschträume

IBAN: DE24 7002 0270 0036 2636 44 – BIC: HYVEDEMMXXX HypoVereinsbank
oder
IBAN: DE51 2005 0550 1318 1201 83 – BIC: HASPDEHHXXX Hamburger Sparkasse

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so müssen diese Daten nicht abgetippt und können sofort weiter verwendet werden.

Download als PDF: Rundbrief April 2026

 

 

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